28.9.-1.10. 250 nm Niue bis Tonga

 

Mit Wind genau von hinten segeln wir butterfly Richtung Westen und schaffen gleich in den ersten 24 Stunden 144 Meilen. Viel zu schnell, denn so würden wir mitten in der Nacht ankommen, wir reffen und segeln zuletzt ganz langsam die Insel entlang zur Einfahrt. Auf der Strecke überschreiten wir die Datumsgrenze und verlieren einen Tag, deshalb kommen wir auch erst am 1.10. an. Endlich wieder mal Anglerglück, eine große Dorade (135cm/10,5kg) wird gleich verarbeitet und die nächsten Tage verspeist.

 

1.10. Einklarieren

Wir kommen bei Regen an, fahren durch die schmale Einfahrt in die große Bucht und legen uns in den Industriehafen an die Mole. Bevor noch die Beamten an Bord kommen wandert eine Sau mit ihrem Ferkel bei uns vorbei, Hühner laufen natürlich auch wieder überall herum. Nach zwei Stunden und vielen ausgefüllten Formularen dürfen wir von Bord und zum Bankomaten um die Gebühren bezahlen zu können. Dann suchen wir uns einen Platz im Bojen- und Ankerfeld. Thomas und Inge von der SY Saga begrüßen uns und zeigen uns den Ort, am Abend essen wir bei uns den frischen Fisch.

2.-3.10. Erste Erkundungen in Neiafu

 

Eine Hauptstraße geht am Hang entlang, einige nette Lokale mit schönem Ausblick über die Bucht sind gut besucht von all den Seglern die hier stehen.

 

Es gibt Digicel und TCC mit jeweils guten Internetwertkarten, die wir auch gleich erstehen. Jetzt gibt es einiges zu organisieren bis wir nach Neuseeland aufbrechen. Sonst befinden sich gleich im Zentrum Banken, einige Läden und ein Markt.

 

Die Insel ist sehr grün, in den Bäumen singen die Vögel und fliegende Hunde schlafen hängend an den Ästen und es riecht nach Tropen. Das spiegelglatte Wasser erinnert an einen See, hier würde man auch bei einem Taifun sicher stehen.

 

4.-7.10. Inselerkundung per Rad

 

Das Wetter lässt zu wünschen übrig, nur selten zeigt sich die Sonne, zum Glück regnet es nicht allzu oft und wir können mit den Rädern die Insel erkunden. Wir fahren durch viele kleine Dörfer, die Häuser sind gepflegt, die Straßen und Zäune mit allerlei Recyclingschmuck versehen. Überall begegnet man frei rumlaufenden Schweinen, Hühnern und Kühen. Es gibt wieder auffällig viele Kirchen unterschiedlichster Glaubensrichtungen und kleine üppig geschmückte Friedhöfe. Wir treffen auch auf einen Begräbniszug, Blasmusik, die uns sehr bekannt vorkommt.

 

Nur selten sieht man weit über die Buchten und die vorgelagerten Inseln. Vom Mt. Talau (131m hoch) sieht man die Segler vor Neiafu stehen und die weitverzweigte Hauptinsel von Vava´u.

 

Freitags war Seglerflohmarkt am Hafen, hier trifft man wieder viele Bekannte und abends sitzt man gerne zusammen auf einen Drink.

 

9.-11.10. Kapa Island, Port Maurelle

 

Mittwoch scheint erstmals wieder die Sonne und wir verlegen uns gleich mal ums Eck in die schöne Bucht Fangakima, auch Port Maurelle, nach dem Seefahrer der hier 1781 auch geankert hat benannt.

 

Hier wird kassiert, 15 TOP, ca. 5 Euro für drei Tage am Anker, etwas mehr für die Bojen. Der Strand ist wunderschön und mit Sonnenuntergang klingt der erste Tag aus.

 

Von hier aus besuchen wir die Swallows Cave und die Riffe der kleinen Inseln Oto und Ava. Ich bin begeistert, die Natur zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite.

 

11.-14.10. Neiafu

 

Noch einmal verlegen wir uns vor den Ort, erledigen die letzten Einkäufe, füllen Wasser und Benzinkanister und treffen uns mit befreundeten Seglern.

 

Am Markt kann man nicht vorbeigehen ohne Salat oder Tomaten mit zu nehmen. Die Melonen, Yams und Taro bewundern wir nur, die sind uns zu groß und schwer.

 

Wir nutzen die Tage auch nochmal für Radrunden in alle Winkel der Insel. Obwohl es ganz schön auf und ab geht gibt es wenig schöne Aussichtspunkte, die meiste Zeit fährt man durch landwirtschaftliches Gebiet. Wir bringen unser altes Brot den Pferden und Schweinen.

 

14.10. Aufbruch

 

Gegen Mittag kommen wir los und segeln zu den südlicheren Inseln des Archipels. Euakafa ist zwar wunderschön, der Ankerplatz aber etwas unruhig. Wir ankern lieber vor Taunga und Ngau Island. Der Wind pfeift uns auch hier um die Nase, aber wir haben keine Welle und hinter uns reichlich Raum ohne Riff, falls der Anker slippt.

 

Auch hier genießen wir die Unterwasserwelt, Seesterne, Korallen, Anemonen und Fische, die sich nur schwer gut aufs Bild bringen lassen.

 

16.10. 60nm nach Pangai

 

Um 4 Uhr gehen wir Anker auf, wir wollen die 6 Meilen bis am Nachmittag schaffen. Am AIS Bildschirm sehen wir sechs weitere Schiffe Richtung Süden ziehen. Alle haben ihren ersten Stopp im Hauptort Pangai, dort muss man sich erneut melden. Für heute gibt es wieder eine Vulkanausbruchswarnung, es könnten Lavasteine im Wasser rum schwimmen, wir sehen keine. Der Tag vergeht rasch, müssen wir doch einen großen Wahoo verarbeiten.

 

17.10. Pangai Ort

 

Die Haapai Gruppe besteht aus einigen Vulkankegeln, Koralleninseln und reichlich Riffen. Wenige Inseln sind bewohnt, auch der Hauptort ist keine Metropole. Die 18 km Straße werden streng bewacht, Ordnung muss sein.

 

Wir wandern die wenigen Straßen ab, finden den Markt und einige Magazine und auch den Europafriedhof. So um 1800 sind einige Deutsche und Engländer her gekommen und geblieben. Die meisten sind keine 40 Jahre alt geworden. Gleich daneben der Friedhof der Einheimischen.

 

18.10. Uoleva

 

Sechs Meilen südlich unsere erste wunderschöne Ankerbucht in diesen Atollen. Hier gibt es endlose Sandstrände mit feinem Sand, wir wandern fast einmal um die Insel. An den kilometerlangen Riffen erlegt Robert seit langem wieder eine Languste.

 

23.10. Lifuka

 

Noch einmal segeln wir zurück nach Pangai auf Lifuka Island um Diesel aufzufüllen und aus zu checken. Wir nutzen den Tag und wandern an die Ostküste, den Strand entlang und an Feldern und Mülldeponien vorbei.

 

Im Ort entdecken wir ein Rotkreuzschiff, muss aber kein Rettungsmittel sein, zum Vergleich die Tongaflagge.

 

25.10.-29.10. Uhia Island

 

Da wir jetzt ständig Wetterberichte vergleichen kommt uns das Internet in Uhia noch sehr entgegen. Das Wetter ist wechselhaft und immer wieder bewölkt, nicht so einladend zum Baden.

 

Letzte Vorbereitungen werden getroffen, Dienstag wollen wir starten. Wird auch Zeit, seit Sonntag stehen wir hier schon alleine, die anderen sechs Yachten sind schon unterwegs.