S/Y Seven Seas

 

Crew: Veronika & Robert

Registration: AUT N-29520

 

MMSI: 203746200

VHF Radio: OEX9520

HAM Radio: OE6RHF

SAT Phone: 00870776721249

 

 

12.9. Start Richtung Tonga

 

Wir starten am Donnerstag mit wenig Wind und haben insgesamt 1250nm vor uns. Nach 600nm passieren wir Palmerston welches leider wegen gerade stärkerem Südostwind nicht gut zum Verweilen ist. Wir rauschen in der Nacht vorbei und bekommen einen Schlag ans Schiff welcher uns das Ruder wegklappt. Es entsteht zum Glück kein Schaden, aber so passieren die Unfälle bei denen man sein Schiff verlieren kann, man hat nichts gesehen und hätte nicht ausweichen können.

 

Das Wetter bleibt wechselhaft, mal wenig Wind, mal mehr, wir kommen zumindest immer voran, wenn auch manchmal nur mit 3 Knoten.

 

Am 21.9. um 9 Uhr haben wir das Bojenfeld vor Alofi, dem Hauptort von Nuie erreicht und weil keine Boje mehr frei ist müssen wir uns mühsam einen Sandfleck zwischen den Korallen zum Ankern suchen. Das ganze bei Regen und schlechter Sicht, da kommt Stimmung auf.

 

23.9.-25.9. Inseltour

 

Am Samstag klappt dann nach längerem Warten das Einklarieren doch noch, wir erstehen eine 7 Gb Karte und können seit langem wieder einmal am Schiff Internet nutzen und es ist sehr flott. Sonntag nutzen wir um das Schiff wieder salonfähig zu machen und Robert zerlegt den Außenborder der nicht mehr angesprungen ist. Wir sind erfolgreich und rasten zufrieden in der untergehenden Sonne.

 

Ab Montag nehmen wir uns ein Leihauto und starten zu den Highlights der Insel. Die Straßenkarte ist recht übersichtlich. Zuerst muss das Dingi mit dem Kran auf die Mole, dort wird es abgestellt, die Fischer ziehen ihre Schiffe wieder nach Hause. Alofi, der Hauptort ist eine über 3km verstreute Siedlung, auch die anderen Orte bestehen aus einer großen Kirche auf einer Rasenfläche und rund herum einigen Häusern. Auffällig viele verfallene Häuser stehen überall mittendrin und genauso verstreut sind die Gräber, neben den Häusern und der Straße. Friedhof gibt es hier keinen.  

 

Auf Leitern geht es meist hinab zu den verborgenen Stränden, Höhlen, Felsformationen. Überall gibt es saubere Picknickplätze, oft Toiletten und Duschen.

 

Talava Arches

 

Wir besuchen die Talava Arches, früher ein Aussichtspunkt um Herannahende zu sichten. Besonders schön war das Schwimmen in den Matapa Chasm, wo sich Süß- und Salzwasser mischt oder in den Limu Pools, wo man auf den Felsen oder Picknickplätze rastet.

 

Wir fahren noch weiter über Toi nach Mutalau, besuchen noch mehrmals die Küste und wandern durch Wälder und Anbaugebiete. Hier gibt es Unmengen an Papayas in allen Reifestadien. Und überall liegen Paddeelboote die scheinbar über die Felsen ins Meer gebracht werden. Kaum vorstellbar bei der Brandung.

 

Hikulagi Skulpture Park

 

Zwei Objekte stehen in einem schönen Park, beide sind faszinierend, ein Spiegel unseres Lebens. Und man wird tatsächlich aufgefordert sich daran zu beteiligen, die Skulptur kann wachsen, jeder erzeugt schließlich Abfall.

 

Wir beteiligen uns dann auch tatsächlich, ich tausche meine löchrigen Schwimmschuhe gegen bessere die hier an Nägeln hängen, vielleicht wächst die Skulptur dann nicht ganz so rasch gegen den Himmel.

 

Togo Chasm

 

Nach einem kurzen Weg durch den Wald klettert man an den Felszacken entlang Richtung Meer und dann über eine lange Leiter zu einer Sandoase mit Palmen. Zwischen den Felsen, nur durch Höhlen mit dem Meer verbunden, man hört das Donnern der Brandung.

 

Anapala Chasm

 

Noch gewagter sind die Anapala Chasm. Man steigt auf steilen Stufen in eine Höhle ab in die man dann hinein schwimmen kann. Es ist Süßwasser und hat keine Verbindung zum Meer. Ohne Taschenlampe macht es keinen Sinn, man sieht schon am Eingang fast gar nichts mehr. Die Schlucht ist aber auch schon sehr eindrucksvoll.

 

Makefu Sea Track, Avatele Beach

 

Am dritten Tag nehmen wir uns als erstes den Sea Track vor und wandern bei Ebbe am Riff entlang. Immer wieder schnorcheln wir in tiefen Pools die das Riff umschließt. Und beobachten Muscheln, Schlangen und Fische.

 

Die Avaiki Cave gefällt uns auch gut, man schwimmt in der Höhle in kühlem Wasser und taucht unter Felsen in weitere Pools.

 

Auf der Avatele Beach ist nur am Wochenende Party, heute ist nichts los an der Bar.

 

Donnerstagvormittag klarieren wir aus, denn Freitag kommt wieder ein Flugzeug, da haben sie keine Zeit für uns Segler und am Wochenende will auch keiner arbeiten. Samstag segeln wir los- unser nächstes Ziel Neiafu auf Tonga Vava´u.