S/Y Seven Seas

 

Crew: Veronika & Robert

Registration: AUT N-29520

 

MMSI: 203746200

VHF Radio: OEX9520

HAM Radio: OE6RHF

SAT Phone: 00870776721249

 

 

Societys-Runde

Einen Monat haben wir jetzt Zeit gemeinsam die Societys zu erkunden. Von letztem Jahr haben wir schon einige Highlights auf der Liste, Orte, die wir unbedingt wieder besuchen wollen. Es gibt einige tolle Schnorchelplätze und Wanderungen, bei denen man das Inselinnere und die Riffe von oben sieht. Wir starten in Moorea, Cooksbay, hier ankern wir im seichten Riffbereich mit 15 anderen Schiffen und nochmal so viele stehen tief in der Bucht drin, weil sie für hier zu viel Tiefgang haben. Zusätzlich sind einige Megayachten und ein kleineres Kreuzfahrtschiff hier. Soviel Yachten und Tourismus, für uns ein deutlicher Kontrast zu den noch viel ursprünglicheren und einsameren Marquesas und Tuamotus. Von den angekündigten Regulierungen mit Ankerverboten merkt man noch nichts, wir stehen genau da, wo es angeblich seit heuer verboten ist und alle stehen länger als 48 Stunden, was angeblich auch verboten ist. Die Fallböen aus der Bucht raus, erschrecken uns am Nachmittag, es zerrt schon wieder an der Kette. Über Nacht lassen Sie zum Glück nach, wir stehen ruhig und gut, andernfalls wäre hier Ankerwache angesagt, die Riffe sind zwei Schiffslängen hinter uns, zu knapp um reagieren zu können. Wieder stehen wir perfekt zum Schnorcheln, unsere noch bleichen Gäste können es gut nutzen, gleich neben uns werden die Taucher ins Wasser gelassen. Es gibt reichlich Korallenstöcke, zur Einfahrt hin die Riffkante und alle Arten von bunten Fischen. Hai hat sich bisher nur im Dunklen einer von Bord aus blicken lassen, im Wasser sind sie noch keinem begegnet.

Von hier aus kann man auch die Wanderung zu den drei Pinien, einem schönen Aussichtspunkt und durch das Tal der Ananas machen. Etwas über eine Stunde bergauf, da wird die Kondition ein wenig gefordert und Schweiß rinnt auch reichlich, aber der Ausblick lohnt die Mühe und Alex startet die Drohne für tolle Aufnahmen ins Tal und raus in die Bucht. Später dann nochmal über die Ananasfelder und ein Rundumblick auf all die schroffen Berge rundherum. Wir haben es sonnig mit den üblichen Wolkenhauben über den Gipfeln, die Natur zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite. Zurück an Bord wird immer gleich die Fotobeute ausgewertet und dann natürlich nochmal ab in kühle Nass. Die Zeit rennt, so viel wollen wir unternehmen und mit dem Blick aufs Wetter haben wir für Moorea noch drei Tage. Ein kurzer Ausflug entlang des kleinen Ortes mit den hübschen Souvenier- und Perlenläden, eine Pizza zum Nachtmahl und schon verlegen wir uns eine Bucht weiter, in die Opunohu Bay. Auch hier wieder drei Meter türkises Wasser und rundherum Tauchspots. Wir sind aber hier um die Rochen und Haie vor dem Intercontinental Hotel zu besuchen. Weil sie dort gefüttert werden und viele Ausflugsschiffe dort Halt machen, sieht man garantiert welche ganz nah, kann sie berühren und aus allen Perspektiven fotografieren. Die Ankerplätze sind ziemlich voll, wir müssen uns einmal verlegen, weil wir mit der benachbarten chilenischen Yacht fast zusammen stoßen. Wir genießen die Tage und bereiten uns auf die lange Strecke nach Bora Bora vor.

Am 21.7. um 8:30 geht es dann los, der Wind ist noch etwas stärker als angesagt, zweites Reff und wenig Genua und trotzdem geht's mit 7-8 Knoten voran. Nur in der Abdeckung von Raiatea ist es kurze Zeit fast windstill, ein günstiger Moment um zu schlafen, denn durch die drei Meter Welle ist es so ruppig, dass auch die Jugend kaum ein Auge zu macht. Nach 20 Stunden erreichen wir die Südecke von Bora Bora und mit der Morgendämmerung segeln wir dem Riff entlang zum Pass. Wir haben Glück und erwischen eine Boje vor dem Maikai, nahe am Ort gelegen. Müde gehen wir trotzdem einkaufen und zur Touristeninformation Internet nutzen. Heute ist was los, zwei Kreuzfahrtschiffe entleeren ihre Gäste und jede Menge Autos und Motorboote stehen für die Ausflüge bereit. In Bora Bora gibt es neue Regeln fürs Ankern und die Bojen Benutzung, wir sollen warten bis der Kassier kommt, erfahren wir von Kalle (SY Moana), den wir beim Vorbeilaufen treffen.

Am Nachmittag ist es dann soweit, freundlich zeigt er uns den Plan mit den Ankerverbotszonen und erklärt uns die Kosten für die Bojenbenutzung. 30 Dollar der Tag, drei Tage 50 Dollar und eine Woche 100, wir nehmen mal die drei Tage. Man kann alle Bojen nehmen und wenn keine frei ist in diesen Bereichen auch Ankern, wenn es nicht zu tief ist. Für uns passt es, wir wollen ganz in den Südosten, angeblich den schönsten Ankerplatz der Societys. Am nächsten Tag brauchen wir dafür fast den ganzen Vormittag, man muss im Uhrzeigersinn um die Insel herum und im Osten auch einige Male zick- zack zwischen den Korallen durch. Die Fahrstraße ist gut markiert, trotzdem fährt immer etwas Anspannung mit, besonders wenn grad mal 2,3 Meter Wasser unter uns sind. Der Ankerplatz ist dann noch seichter, wir stehen auf 1,3 Meter feinstem Sand, so stellt man sich die Südsee vor und wir sind froh ein Schwert zum Hochziehen zu haben. Die Blau- und Grünschattierungen, die Hüttchen der Ressorts, die wie Perlen an Ketten aufgefädelt sind, weiße Wolken am Himmel und nur der berühmte Berg von Bora Bora fängt etwas Regenwolken ein. Rein ins Wasser und raus an den Strand, an dem einem leider in der Dämmerung die Moskitos vertreiben, trotzdem es ist sensationell schön hier. Am Schiff sind wir weit genug weg vom Strand und können ungehindert lüften, denn da es jetzt fast windstill ist, ist es drückend heiß. Hier könnte man es länger aushalten, es gibt einige tolle Schnorchelspots in Reichweite. In der Nacht sanft geschaukelt gut geschlafen, außer ein paar bellenden Hunden ist es hier ruhig. Nur am Tag tummeln sich Sportboote, Paddler und reichlich Ausflugsschiffe hier am Wasser, alle aber ausreichend weit von uns entfernt. Anderntags starten wir früh zu den Mantarochen, die ziemlich verlässlich am Rand der Fahrstraße ihre Kreise ziehen. Der Spot ist an den Tauchbooten leicht zu erkennen und die Guides weisen uns auch im Wasser noch den Weg- dort drüben ist einer. In 10-15 Metern Tiefe kann man ihn gut beobachten, Taucher sitzen um ihn herum und knipsen was das Zeug hält. Wir müssen abtauchen und hoffen mit der ausgehenden Luft nah genug ran zu kommen um auch ein paar brauchbare Aufnahmen zu machen. Es gelingt und wir sind glücklich und beeindruckt von dieser einzigartigen Begegnung. Den Rest des Tages lassen wir die Seele baumeln, die Jugend entert nochmals den Strand, der zu einem besonderen Ort der Reise wird und abends wird gegrillt. Noch einen Vorteil hat dieser Ankerplatz, über den Bergen hängen die Wolken und auf der anderen Seite der Insel regnet es deutlich mehr, wir haben es weitgehend sonnig und wenn es mal nieselt, malt die Sonne anschließend einen Regenbogen an den Himmel.

Zum Schnorchelspot südlich der kleinen Inseln, die ebenfalls privat sind, bzw. mit einem Ressort verbaut, fahren wir 1,3 Meilen mit dem Beiboot und ankern in der Nähe der ebenfalls zahlreichen Ausflugsboote. Das Riff ist weitgehend abgestorben, also durchgehend braun mit vereinzelt grünen oder gelben Korallen, Farbe bringen die Klempmuscheln mit ihren blau und türkisen Lippen und natürlich die Fische, die hier ebenfalls zahlreich sind. Hier sind es die Sergeant Major die sich um die aufgeweichten Brotkrumen aus der Flasche reißen. Sie verfolgen mich regelrecht und manche stoßen auch von außen an die Flasche, könnte ja was rauskommen. Die Guides der Touri-boote füttern Muränen, die fett auf ihre Mahlzeit warten und dafür weit aus ihrer Höhle heraus kommen. Wir strampeln in der Menge und schießen auch ein paar Fotos- Muräne aus der Nähe. Der Vorteil zu einem natürlichen Riff ist hier, dass sie Fische neugierig und zutraulich sind und man in Schwärmen von Ihnen eintaucht, sonst verstecken sie sich gerne kaum bewegt man sich auf sie zu.

Hier ist es soweit, Alex startet die Drohne vom Schiff aus und macht schöne Aufnahmen von uns und unserem zu Hause. Auch der Strand muss noch für eine Fotosession herhalten, denn er ist wirklich fotogen, weißer Pudersand, Palmen und das Meer in den schönsten Farben. Trotzdem heißt es Abschied nehmen, wir segeln auf unserem Track zurück und nehmen noch eine Nacht eine Boje vor dem Bora Bora Yachtclub, gleich vis-a-vis vom Pass. Unser Ausflug zum Sundowner in den Yachtclub konfrontiert uns mit den wirklich überzogenen Preisen hier, nobel geht die Welt zugrunde. Unter sechzehn Euro kein Cocktail, wir bleiben beim kleinen Bier um sechs Euro und nutzen das Internet. Ein teurer aber schöner Sonnenuntergang, man gönnt sich ja sonst nichts.

Für die Strecke nach Tahaa brechen wir zeitig auf, denn wir müssen kreuzen und das bei recht heftigem Wind. Zuerst segeln wir bis zur Südspitze von Raiatea, dann am anderen Bug rauf bis Tahaa und dann noch zwei Schläge bis wir nah genug beim Pass sind. Innen dann rasch mit Rückenwind und ohne Welle zum Schnorchelgarten. Hier bläst der Wind, es schaukelt ein wenig aber auf 6 Meter Ankern wir trotzdem gut. Beim Anfahren haben wir kurz den Schelf gestreift und unsere Rudersicherung strapaziert. Zum Glück klappt das Ruder rauf, die Sicherung ist rasch getauscht und kein Schaden entstanden.

Der Schnorchelgarten ist wieder sensationell, am Nachmittag bei deutlicher Strömung ist es eine rasche Drift zwischen den Korallen und all den hungrigen und neugierigen Fischen. Hier muss man wieder Brot in der Flasche mitnehmen und die Schmetterlingsfische und ihre Freunde füttern. Wenn sie dich als Futterquelle identifiziert haben schwimmen sie dir durch den ganzen Pass nach, könnt ja noch was abfallen. Am nächsten Vormittag ist Ebbe und etwas Strömung hinaus aus der Lagune, man kann problemlos gegen an schwimmen und hat Zeit alles genau zu betrachten. Auch Nemo, der Clownfisch gibt eine Vorstellung bei seiner Anemone, verstecken und neugierig rausschauen, einmal rumschwimmen und verstecken. Müde und ausgefrohren kommen wir zurück zum Schiff, der Wind bläst inzwischen immer heftiger und laut Vorhersage ändert sich das die nächste Woche nicht. Mindestens 18 Knoten, eher 20-25 von Südost, also ca. 100 Grad. Unser nächster Stopp ist Raiatea auf dem Ankerplatz vor der Werft, vielleicht ergattern wir sogar eine Boje. Dort angekommen zeigt sich rasch, dass alle Bojen belegt sind und die wenigen Stellen an denen es unter 20 Meter Wassertiefe hat sind voll geankert. Auch am Riff stehen gut 15 Yachten im seichten Bereich, 1,9 Meter purer Sand. Eine Runde schnorcheln geht sich aus und dann ist es schon wieder Abend. Wir kommen gerade von einem kurzen Besuch bei Doris und Michael von der SY Mido zurück als die Aufregung am Ankerfeld durch Schreie von einem Kat deutlich zu vernehmen ist. Sechs Fischerzillen scharen sich um den Kat und man hört Geschrei, wir überlegen ob die vielleicht helfen weil der Kat aufgelaufen ist, dann aber geben Sie Gas und flitzen auf das nächste Schiff zu. Dort wieder Aufregung und Geschrei, was ist da los?

Ein Schiff setzt sich ab und kommt auf uns zu- wie lange sind wir schon da? Sie wollen nicht, dass man hier ankert, man stört die Fischer, erklären sie uns und sie wollen Yachten, die sich weigern zu verschwinden die Ketten lösen. Ziemliche Räubermethoden, fast wie Piraterie, nur, dass sie es auf die Schiffe abgesehen haben. Wir sagen, dass wir morgen weiter wollen, und bitte heute über Nacht, bei dem heftigen Wind bleiben wollen. Kein Problem, meint er und verscheucht anschließend auch die Jugendlichen die sich an unser Schiff hängen wollten. Später versucht ein Segler die Polizei zu erreichen, scheint aber nicht zu gelingen. Ein eigenartiges Gefühl bleibt zurück, das freundliche Polynesien hat seine aggressive Seite gezeigt, Ankerverbote scheinen zuzunehmen, sind aber schlecht kommuniziert und weil es gar nicht so viele Plätze gibt auch sehr problematisch. Wenn man nirgends mehr stehen kann muss man weiter- normalerweise Richtung Westen und damit das Land verlassen. In der Nacht fallen die Fallböen nur so über uns her, so gesehen eh kein gemütlicher Platz um länger zu bleiben, noch dazu wo es weit und breit keine Infrastruktur gibt. Die Bojen näher beim Ort liegen im Osten der Insel, da bekommt man den Wind voll ab, bei bis zu 30 Knoten reizt uns das auch nicht. Wir entscheiden gleich Sonntag nach Huahine zu segeln, wieder eine 16 Meilen Strecke, mit kreuzen deutlich länger. Eine Geduldsprobe für die Jugend, denn bei vier Meter Welle gegenan ist es ein wilder, nasser Ritt. der Toilettengang wird zum akrobatischen Akt, alles wird aufs nötigste reduziert, wir kommen ja heute noch an. Die letzten 8 Meilen motoren wir, ein Riss in der Genua nimmt uns die Entscheidung, weiter zu kreuzen oder direkt unter Motor aufs Ziel zu, ab. Erleichtert fällt um 17 Uhr der Anker vor Fare auf Huahine, auch hier sind alle Bojen belegt und einige Yachten Ankern rund herum, noch ist genug Platz. Und es ist windstill, Wahnsinn, welch Unterschied zu dem Blasen, Stampfen, Salzwasserdusche, Regenschauer, Sonne, schwarzer Himmel, Wind leg zu,...

Nur selten verirrt sich eine Böe über den Berg, ein Gruß von draußen, der Wind ist da, nur wir stehen hier geschützt und werden einige Zeit bleiben. Ausgiebiges Abendessen ist gefragt, der Hunger meldet sich jetzt bei allen und Durst haben wir auch- und müde sind wir, gute Nacht.

Ganz so relaxt ist es hier dann die nächsten Tage auch nicht. Der Wind scheint sich hinter dem Berg zusammen zu rotten um dann regelmäßig heftige Angriffe auf uns zu starten. Zuerst reißt es uns immer wieder mal in die Kette, mit den Bojen geliftet geht es dann ganz gut, trotzdem nerven die Heuler, die das Schiff in Bewegung bringen. Regen ist auch ein Thema, nur selten ein Guss der als Dusche taugt, meist ein zarter Sprühregen den man wie einen Vorhang vor den Bergen sieht und Regenbögen tun sich in allen Variationen auf. Hier sieht man an einem Tag mehr davor wie im bisherigen Leben. Sonne und Wolken wechseln so rasch, dass man bei jeder Aktivität mit Sicherheit von allem was abkriegt. Leihautos sind ausgebucht, also wird aus der Inselrunde fürs erste auch nichts. Irgendwie schon komisch, dass man obwohl es warm ist, ein bisschen Nass nichts ausmacht das Wetter als schlecht empfindet und die Lust auf schnorcheln oder Landgänge nicht all zu groß ist, vielleicht sind wir zu verwöhnt. Fare ist auf jeden Fall wieder mal gut zum Einkaufen und die paar netten Geschäfte werden wir auch besuchen und ein Tag zum Rasten passt ja auch mal nicht so schlecht.

Und tatsächlich schaffen wir dann noch einen Ausflug- mit Rädern bis zur Perlenfarm und zurück mit Stopps bei allem was hier sehenswert ist, inklusive Muschelmuseum.

Hier nutzt man den Steg des Yachtclub und geht dann quasi durchs Lokal raus auf die Straße. Auch wir finden uns hier zur Happy Hour ein, Trinks zum halben Preis mit Sonnenuntergang über dem Ankerfeld, da kommt Urlaubsstimmung auf. Einmal bekommen wir direkt vom Fischer am Steg einen 3kg Thuna um 20 Dollar, in den Geschäften wird derzeit gar keiner angeboten oder sonst grad mal ein Kilo um den Preis. Wir genießen den Grillabend, die Fischsuppe und was der Fisch sonst noch hergibt. schnorcheln kann man hier rundherum in Reichweite, teilweise ist das Wasser durch den Wind trüb und die Strömung macht uns auch zu schaffen.

Irgendwie schade, dass wir, wenn es wieder ruhiger und schöner wird weiter müssen. Die Strecke nach Moorea oder gleich nach Tahiti ist um die 100 Meilen und wieder gegenan, also bei viel Wind echt kein Spaß. Wir hoffen es jetzt mit dem leichteren Wind halbwegs rasch zu schaffen um dann keine großen Aufregungen kurz vor der Ankunft von Tina und Philip und der Abreise von Alex und Stefi mehr zu haben.

Es gibt schöne Tage und es gibt perfekte Tage, Samstag ist so einer. Wir packen zusammen um den angesagten nördlichen Wind für die 80 bis 100 Meilen nach Südosten zu nutzen. Noch bevor wir die Bucht verlassen sehen wir erneut Bewegung vor dem Pass. Zuerst nur mit dem Fernglas, dann auch mit freiem Auge- Wale. Mehrmals zeigen Sie die Flosse und den dunklen Rücken, ein tolles Schauspiel, leider nicht lange genug dass wir sie beim Vorbeifahren noch näher beobachten konnten, aber trotzdem eine bleibende Erinnerung. Dann geht's raus und an Huahine entlang, zuerst mit Halbwind, dann hart am Wind, was diesmal aber zum Glück gar nicht hart ist. Der Wind ist mäßig und die Wellen haben schon deutlich nachgelassen, so schaukeln wir mit angenehmen Schiffsbewegungen fast direkt auf Moorea zu. Nur eine Stunde müssen wir uns um die Nordwestecke von Moorea herum schummeln, dann geht's fast unter Segel in die Cooksbay. Unter 24 Stunden ist perfekt für die Strecke und mit dem Sonnenaufgang sind wir da, der Anker fällt im seichten Wasser und noch vor dem Frühstück wird gebadet, anschließend ausgiebig geschnorchelt. Nach der Strecke Raiatea- Huahine haben wir schon das Ärgste befürchtet, dass es so einfach geworden ist, ist wirklich ein Geschenk.

Zwei Tage Moorea, hier gefällt es allen gut und diesmal sind nur eine Handvoll Schiffe hier, wesentlich mehr stehen vor dem Riff in der Opunohu Bay und so wie es scheint wird hier die Ankerdauer kontrolliert. Es sollen die Dauercamper am Wasser verhindert werden, jeder soll nur ein paar Tage bleiben dürfen, wahrscheinlich keine schlechte Idee. Inzwischen traut sich Alex die Drohne auch schon vom Schiff aus zu fliegen, hinein in den Sonnenuntergang, raus zum Riff, kurz mal zu den Bergen an Land. Das Problem ist, dass wir uns mit dem Schiff bewegen und die Drohne uns trotzdem wieder finden muss und dabei nirgends dagegen fliegen, keine Masten, Wanten streifen darf und wenn sie abstürzt ins Wasser- Totalschaden. 

Die Aufnahmen sind sensationell, einige zur Kostprobe sind auf der Homepage.

Die letzten Tage klingen wieder am Ankerplatz vor der Marina Taina aus. Für uns ist genug zu tun um alles wieder sauber und die Vorräte gefüllt zu haben, die Jugend rastet und packt zusammen. Ein Einkaufstag in Papeete und das Wracktauchen sind die Highlights zum Abschluss. Die Zeit ist schnell vergangen, es war wunderschön und abwechslungsreich, die Südsee wird sicher ganz besonders in Erinnerung bleiben.

 

Für uns heißt es leider wieder für längere Zeit Abschied nehmen und erst nächsten Winter wieder gemeinsame Zeit verbringen zu können- wir freuen uns schon drauf.